Maximilian Köhler deutscher Jugendmeister über 400m Hürden

Eine Glanzvorstellung zeigte 400 m Hürdenläufer Maximilian Köhler am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm. Mit einer Jahresbestleistung von 51,57 sec. und auf Platz 1 der deutschen Jugend-Bestenliste angereist, konnte sich Max in jedem Fall Hoffnungen auf einen Medaillenrang machen, auch wenn er noch dem jüngeren der beiden Jahrgänge der Jugend U20 angehört.

In den Vorläufen hielten sich Max und auch seine Konkurrenten auf die Medaillenränge noch zurück, so dass Max mit einer Zeit von 53,38 sec. nur die drittbeste Vorlaufzeit erzielte. Im Endlauf packte Maximilian dann eine sensationelle Leistung aus und deklassierte mit einer Steigerung seiner deutschen Jahresbestzeit um unglaubliche 0,7 Sekunden auf die Klassezeit von 50,85 sec. die gesamte Konkurrenz förmlich. Von der ersten Hürde an Druck machend und sofort in Führung liegend baute Max seinen Vorsprung von Hürde zu Hürde aus und hatte im Ziel fast 10 Meter und 0,5 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Angelos Tsimopoulos vom LAZ Ludwigsburg.

Im Ziel war der Jubel von Max und seinem Trainer Georg Zwirner über diese perfekte Vorstellung groß, zumal Max damit nun sowohl über die 400 m Hürden, als auch eventuell in der deutschen 4 x 400 m Staffel sein Ticket für die Weltmeisterschaften Anfang August in Cali / Kolumbien in der Tasche hat.

Sharleen Klein (Jugend U20) hatte sich ebenfalls für diese deutschen Meisterschaften qualifiziert. Sie übersprang zum einen im Hochsprung 1,69 m und holte sich damit Platz 7. Außerdem lief Sharleen gemeinsam mit drei Teamkolleginnen vom MTV Karlsruhe in der 4 x 100 m Staffel der LG Region Karlsruhe im Finale auf Platz 8.

Große Erfolge jenseits des Atlantiks

In den vergangenen zwei Wochen sind zwei SSV Athleten und Trainer Georg Zwirner in den USA bei verschiedenen Wettkämpfen am Start gewesen.

SSV-Zehnkämpfer Maximilian Vollmer und unser Mehrkampf-Trainer Georg Zwirner waren vom deutschen Verband für den Thorpe Cup – einen seit 28 Jahren jährlich stattfindenden Ländervergleichskampf der Mehrkampf-Nationalteams der Männer und Frauen aus den USA und Deutschland nominiert worden. Georg Zwirner, der den A-Trainer-Schein besitzt, durfte bei diesem in Dallas/ Texas ausgetragenen Wettkampf zum ersten Mal das Team der deutschen Mehrkämpfer betreuen und das gelang ihm mit Bravour. Dem deutschen Team gelang es nämlich zum ersten Mal sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen diesen Mehrkampfcup zu gewinnen.

Wichtige Punkte für die Mannschaft der Männer steuerte Maximilian Vollmer bei, der aktuell an der Universität von Oregon studiert und quasi ein „Heimspiel“ hatte. Maximilian lieferte einen Klassezehnkampf mit durchweg guten Leistungen in 9 Disziplinen ab, wobei er mit sehr guten 63,03 m im Speerwerfen sogar die beste Leistung aller Zehnkämpfer in dieser Disziplin erzielte. Leider verhinderte ein Beinahe-Sturz im 110 m Hürdenlauf zu Beginn des zweiten Tages dieses Mal für Maximilian in der Endwertung eine Punktzahl über 8.000 Punkten, die er im vorhergehenden Wettkampf schon einmal geknackt hatte. Dennoch waren seine 7.884 Punkte hinter den vom Hannoveraner Malik Diakité erzielten 8.051 Punkten die zweitbeste Leistung des Deutschen Teams.

Christoph Kessler über 1.500 m bei der Leichtathletik-WM

Gut gelaufen und dennoch das gesteckte Ziel ganz knapp verfehlt …. So könnte man die erste Teilnahme von Christoph Kessler bei einer Leichtathletik-Weltmeisterschaft beschreiben. Nachdem er trotz Qualifikation aufgrund eines positiven Corona-Tests im Winter die Teilnahme an der Hallenweltmeisterschaft in Belgrad hatte absagen müssen, fieberte Christoph nun seinem Start über die 1.500 m Strecke am vergangenen Samstag bei den Freiluft-Weltmeisterschaften in Eugene / Oregon entgegen.

Sein selbst gestecktes Ziel war dabei der Einzug ins Halbfinale, was aufgrund seiner in diesem Jahr erzielten Bestzeit von 3:36,63 min. und Weltranglistenplatz 34 durchaus realistisch war. Leider verlief das Rennen für Christoph aber taktisch ungünstig, weil er in dem sehr großen Läuferfeld permanent auf der Innenbahn eingekeilt wurde und sich trotz vieler Hakeleien und eines Sturzes vor ihm nie richtig „befreien“ und sein Tempo laufen konnte.

Im Schlussspurt holte Christoph dann alles aus sich heraus und überquerte die Ziellinie auch in der guten Zeit von 3:37,57 min. Riesenpech war es dann aber, dass Christoph letztlich 14 Hundertstelsekunden für einen Platz im Halbfinale fehlten. Dennoch hat Christoph mit dieser WM-Teilnahme weitere wichtige Weltranglistenpunkte gesammelt, die ihm nun aller Voraussicht nach auch einen Startplatz bei der Europameisterschaft Mitte August in München, seinem derzeitigen Arbeitsort, sichern werden.