Christoph Kessler über 800 m bester Deutscher bei der Hallen-EM

Zu einem tollen Wettkampf und einem großartigen persönlichen Erlebnis wurden die Hallen-Europameisterschaften am vergangenen Wochenende im polnischen Torùn für Mittelstreckler Christoph Kessler. Christoph, der zwar im Vorfeld zwei Mal die vom deutschen Verband gesetzte Norm für die 800m-Strecke für diese Europameisterschaften unterboten hatte, aber dennoch aufgrund eines sehr merkwürdigen Qualifikationsmodus‘ des Verbandes bis zur letzten Minute an der Teilnahme bei dieser internationalen Meisterschaft hatte bangen müssen, nutzte seine Chance sehr gut.

Im Vorlauf, der wie bei solchen Meisterschaften oft üblich stark verbummelt wurde, ließ sich Christoph durch die vielen Hakeleien und Ruppigkeiten nicht aus der Ruhe bringen und setzte erst in der letzten Kurve zum Schlussspurt an. Als Dritter des Vorlaufes und mit einer für ihn „moderaten“ Zeit von 1:50,12 Minuten schaffte er sicher den Einzug ins Halbfinale – und dies sogar als einziger der drei Deutschen, so dass Christoph seine Nominierung klar bestätigen konnte.

Im Halbfinale ging es dann richtig zur Sache, denn nur die ersten Zwei qualifizierten sich für das Finale – unabhängig von der Zeit. Daher wurde in diesem Lauf noch härter gefightet. Christoph konnte sich über alle vier in der Halle zu laufenden 200m-Runden in der Führungsgruppe behaupten, aber leider reichte es dann aber Schlussspurt trotz einer Steigerung auf 1:49.46 Minuten nur zum fünften Platz.

In der Gesamtwertung wurde Christoph als bester Deutscher in einem außergewöhnlich starken Teilnehmerfeld guter Vierzehnter. Christoph, der über das Stadwerke Ettlingen-LG Region Karlsruhe Laufteam gefördert wird, hat mit diesem tollen Ergebnis seine Chancen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio für die deutsche Nationalmannschaft deutlich erhöht.